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08.01.2013 um 12:00 Uhr

Von Yoko Ono bis F.W. Bernstein

Bauten als Kulisse bietet das Wolkenkratzerfestival 2013

Nach 2007 ist es 2013 endlich wieder so weit. Am 25. und 26. Mai wird am Boden und hoch oben das Wolkenkratzerfestival gefeiert.

Yoko Ono Retrospektive, Schönheit und Revolution und die besten Bauwerke deutscher Architekturbüros – zahlreiche Ausstellungen locken auch 2013 Kunstliebhaber an den Main. Einen besonderen Leckerbissen hält das MAK parat: Bevor das Haus nach seinem Umbau wiedereröffnet wird, kann man es leer besichtigen – der Bau als Kunstwerk. Das „Deutsche Architektur Jahrbuch“, herausgeben vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) zeigt in seiner neuen Ausgabe einen Querschnitt zum Architekturgeschehen in Deutschland und Bauten deutscher Architekturbüros im Ausland anhand von 22 Beispielen. Alle Bauten werden in einer Ausstellung vom 26. Januar bis 21. April im DAM mit Fotos, Plänen und Modellen veranschaulicht. Der Fokus der Ausstellung richtet sich auf Max Dulder, den Gewinner des DAM-Preises für Architektur in Deutschland.

„Getauft, ausgestoßen – und vergessen? Evangelische jüdischer Herkunft 1933-1945“ heißt es vom 15. Januar bis 3. Februar im Institut für Stadtgeschichte. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau widmet sich das Institut dem Schicksal getaufter Juden in den Frankfurter Innenstadtgemeinden. Ein Jahr lang wanderte die Schau durch die Gemeinden, wurde dort jeweils um eine Tafel aus der eigenen Geschichte ergänzt. Das Gesamtwerk ist nun zum Abschluss im Kreuzgang des Karmeliterklosters zu sehen. Um ein ähnliches Thema dreht sich die Ausstellung „Treten Sie ein! Treten Sie aus!“ – Warum Menschen ihre Religion wechseln. Sie läuft von Mai bis September 2013 im Museum Judengasse und erzählt vom unterschiedlichen Umgang der Religionen mit dem Thema Konversion, von der Vielfalt der individuellen Motive, von Ritualen, von Konvertiten und ihren Dramen – quer durch Zeiten und Räume Europas. Berichtet wird unter anderem über bekannte Persönlichkeiten wie Heinrich Heine oder Gustav Mahler.

In einer großen Sonderausstellung widmet sich das Städel Museum vom 20. Februar bis 26. Mai dem Klassizismus und dessen Impulsen für die Romantik. Zusammen mit der Liebighaus Skulpturensammlung entstand die Ausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“, die rund 100 Werke aus der Zeit von 1770 bis 1820 vereint. Vom 6. März bis zum 23. Juni werden mit „Give me Five!“ die Neuerwerbungen der Graphischen Sammlung des Städels präsentiert, die insgesamt über 100.000 Werke vom Mittelalter bis zur Neuzeit umfasst. Das Liebieghaus zeigt vom 8. Februar bis 26. Mai die Ausstellung „Zurück zur Klassik. Ein neuer Blick auf das alte Griechenland“.

Yoko Ono ist, vielleicht gerade weil sie so stark polarisiert, eine der einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit. Die Schirn Kunsthalle zeigt vom 15. Februar bis 12. Mai mit „Yoko Ono. Half-A-Wind Show. Eine Retroperspektive“ eine Darstellung über 60 Jahre ihres Schaffens. Dazu gehören rund 100 Objekte, Filme, Installationen, Fotos und Zeichnungen sowie ein Musikraum. Die Installation und Performance „Moving Mountains“ hat Yoko Ono sogar speziell für die Schirn konzipiert. Eine weitere Retrospektive bietet das Museum für Moderne Kunst (MMK): Mit „The Krazy House“ wird dort vom 23. Februar bis zum 26. Mai die Arbeit der Niederländerin Rineke Dijkstra, sie gilt weltweit als eine der bekanntesten Foto- und Videokünstlerinnen, gezeigt. Dabei gibt sie Einblicke in ihr Privatleben und zeigt Künstler, von denen sie inspiriert wurde. So hängt neben Werken von Andy Warhol, Douglas Gordon oder On Kawara zum ersten Mal ein Picasso im MMK.

Noch wird das Museum für Angewandte Kunst (MAK) umgebaut. 27 Jahre nach seiner Eröffnung wird der Richard-Meier-Bau zurück in seinen Originalzustand versetzt. Ohne Einbauten, ohne Umbauten, ohne Verkleidungen, ohne Ausstellungsstücke. Bevor die neue Sammlungspräsentation erstellt wird, nutzt und bietet das Haus die einmalige Chance, das Gebäude in seiner ursprünglichen Form zu besuchen. Begleitet von verschiedenen Veranstaltungen zur Architektur – Filmen, Vorträgen, Musik und Führungen – öffnet sich das leere Haus während der letzten beiden Februarwochen für die Besucher. Am 26. April feiert das MAK dann seine Wiedereröffnung. „Temporäre thematische Raummodule“ sollen in Zukunft das Gesicht des Museums prägen. Dafür werden zwölf Themenfelder entwickelt, Mode, Performatives, Design und Körper stärker in den Vordergrund gerückt. Vom 27. April 2013 bis 27. April 2014 an sind zwei Ausstellungen zu sehen: Zum einen „Weniger aber besser. Design in Frankfurt von 1925 bis 1975“ und „1607“ mit Kunstobjekten rund um dieses Jahr. Ebenfalls am 27. April startet „Korea Power. Design und Identität“, diese Schau läuft bis 25. August. Mit der Ausstellung „Planet 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“ trumpft das Senckenberg Museum auf: Um die Zukunft nicht nur Frankfurts, sondern gleich des gesamten Planeten dreht sich vom 28. Februar bis 28. Juli die Schau des Naturkundemuseums. Dort wird die Arbeit von Forschern präsentiert, die sich mit Artensterben und der globalen Erwärmung beschäftigen. Wie sie arbeiten und woran sie forschen, wird dort „live und zum Anfassen“ gezeigt.

Das Caricatura Museum feiert derweil vom 14. März bis 7. Juli den 75. Geburtstag von Fritz Weigle, alias F.W. Bernstein. Das Caricatura Museum feiert derweil vom 14. März bis 7. Juli den 75. Geburtstag von Fritz Weigle alias F.W. Bernstein. Gezeigt wird eine Auswahl aus dem künstlerischen Schaffen Bernsteins. „Letzte Bilder – von Manet bis Kippenberger“ heißt es indes in der Schirn vom 28. Februar bis zum 2. Juni. Die Ausstellung widmet sich Werken und Werkgruppen, die Künstler vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart in der letzten Phase ihres Schaffens hervorgebracht haben.

Auch große Feste haben ihren Platz im Veranstaltungskalender. Dazu gehört die Dippemess vom 22. März bis 14. April auf dem Festplatz am Ratsweg. Der Wäldchestag vom 18. bis 21. Mai lockt in den Stadtwald. Das Wolkenkratzer-Festival läuft am 25. und 26. Mai. Inmitten des Bankenviertels gibt es ein großes Straßenfest mit Hochseil-Akrobatik, Fassaden-Kletterern, Musikshows, Lichtspektakel und Heißluftballons. Die Besucher können die Hochhäuser ganz aus der Nähe besichtigen. Höhepunkt der Rosenausstellung im Palmengarten vom 7. bis 9. Juni ist das Lichterfest am 8. Juni, wenn Tausende Teelichter leuchten und es zum großen Abschluss ein Feuerwerk gibt. Kim Herschmann

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