News News date:
02.10.2015 um 13:00 Uhr

„Wir alle sind Teil der deutschen Einheit“

Multireligiöse Feier zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit fand am Mittwoch, den 30. Oktober eine multireligiöse Feier in der historischen Frankfurter Paulskirche statt. Veranstaltet wurde sie vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten und dem Rat der Religionen.

Mit Gesängen, Rezitationen und Friedensgebeten setzten Frankfurter Religionsgemeinschaften vor über 600 geladenen Gästen ein Zeichen für Respekt und Vielfalt. Daran beteiligten sich Vertreter der Sikh-Religion, des Judentums, des Buddhismus, des Islams, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, des Hinduismus, der Ahmadiyya Muslim Jamaat, des Christentums und der Bahà’ì.  Die Botschaft des Abends war eindeutig und wurde in einer gemeinsamen Erklärung aller anwesenden Religionsgemeinden am Ende des Abends vorgetragen: „Wir alle sind Teil der deutschen Einheit. Unsere Stärke liegt nicht darin, gleich und austauschbar zu sein, unsere Stärke liegt in unserer Vielfalt.“

Das betonte auch Oberbürgermeister Peter Feldmann in seiner Grußbotschaft zu Beginn der Veranstaltung. „Heute geht es nicht mehr um eine Mauer zwischen West und Ost, sondern darum, in Europa keine neuen Mauern und Zäune zu errichten. Schon gar nicht zwischen Religionen!“ Das friedliche Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen und Religionen in Frankfurt sei ein sehr hohes Gut. Daher gehe von diesem Abend eine wichtige Signalwirkung aus.

Der Vorsitzende des Rates der Religionen Kushwant Singh beleuchtete die „einheits- und friedensstiftende Kraft“ von Religion und Spiritualität. Diese gelte es für das „persönliche und gesellschaftliche“ Wohl einzusetzen. Für diese Botschaft hätte die Frankfurter Paulskirche als Ort der Feierlichkeiten nicht besser gewählt sein können. In der Verfassung der Paulskirche von 1848 wurden „Glaubens- und Gewissensfreiheit“ bei gleichen „bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechten“ erstmals festgeschrieben und bilden bis heute die Wurzeln eines gesellschaftlichen Miteinanders.

In ihrer Abschlussrede würdigte Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg die positive Rolle, die Religionsgemeinschaften in einer Demokratie zukommen können. Angesichts der hohen Zahlen an Flüchtlingen sei ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft wichtiger denn je:  „Religionen können der Schlüssel für ein friedliches Miteinander sein. Sie können – wenn wir ihnen die Möglichkeit dazu geben.“

Adresse

Paulskirche

Paulsplatz 11
60311 Frankfurt am Main

Telefon: 069-21238526

Artikelinformationen

Stadtteile: 
Sprachangebote: 
Zurück