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29.10.2013

Yenni Nino aus Kolumbien kann bleiben

Bildungsdezernentin Sorge und Integrationsdezernentin Eskandari-Grünberg bewahren Sonderpädagogin vor Abschiebung

Yenni Nino ist 29 Jahre alt, stammt aus Kolumbien und hat ein fünfjähriges Studium der Sonderschulpädagogik in Bogotá erfolgreich absolviert sowie mehrjährige Berufserfahrung in der pädagogischen Arbeit gesammelt. Somit erfüllte sie alle Voraussetzungen zur Teilnahme am Vorbereitungskurs zur Erzieherin-Ausbildung bei dem Verein beramí berufliche Integration, der Migranten gezielt darin unterstützt, den Erzieherberuf zu ergreifen. Dennoch stand Yenni Nino kurz vor ihrer Ausweisung.

Aber die Initiative des Rechtsanwalts Victor Pfaff und des Trägers beramí, hatte Erfolg. Rosina Walter, Geschäftsführender Vorstand von beramí berufliche Integration bat Sarah Sorge, Dezernentin für Bildung und Frauen, und Nargess Eskandari-Grünberg, Dezernentin für Integration, um Unterstützung, eine Aufenthaltserlaubnis für Yenni Nino für die Zeit des Vorbereitungskurses und der Ausbildung zu erwirken. Rosina Walter: „Angesichts der Fachkräftedebatte können wir auf diese Kompetenz doch nicht verzichten“. Und die Eingabe war erfolgreich.

„Ich freue mich, dass die Ausländerbehörde aufgrund unserer Eingabe grünes Licht für den Aufenthalt von Frau Nino gegeben hat“, sagte Sarah Sorge. Gerade für das multi-ethnische und vielfältige Frankfurt sei es angezeigt, den Anteil von Migranten in der Betreuung zu erhöhen und weitere qualifizierte Fachkräfte für den Betreuungsbereich zu finden.

Angesichts des demographischen Wandels ist die Integration junger Einwanderer in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt stets ein Gewinn für unsere älter werdende Gesellschaft. Integration gehört deshalb zu den ganz großen gesellschaftlichen Themen, an denen sich die Zukunft entscheidet, erläutert Nargess Eskandari-Grünberg, Dezernentin für Integration. „Umso mehr freue ich mich, dass wir eine hervorragend ausgebildete Migrantin darin unterstützen können, den Erzieherinnenberuf zu ergreifen. Sie wird ihre Kompetenzen nach dem Abschluss ihrer Ausbildung gewinnbringend für die Stadt- und letztlich für unsere Kinder einbringen“, davon ist Sarah Sorge überzeugt.

Der Vorbereitungskurs für die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher für Frauen und Männer mit Migrationshintergrund wird über das Arbeitsmarktbudget der Stadt durch das hessische Sozialministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert.

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