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20.03.2014 um 16:15 Uhr

„Zusammen geht mehr – Netzwerke knüpfen“

Niemand kann alles alleine schaffen!

Zusammen geht mehr! So lautete das diesjährige Motto des 2. Fachforums Offene Altenhilfe in Frankfurt a.M. in dem es nicht nur darum ging, Grundlagen für die Entstehung von Netzwerken kennen zu lernen, Hindernisse zu erkennen, sondern den Teilnehmenden Mut zum Netzwerken zu machen. Dies wurde beginnend anhand einer Einführung in das Thema an einem Netzwerkbeispiel aus dem Arbeitskreis Altenarbeit Bornheim/Nordend verdeutlicht.

Danach folgte das Impulsreferat von – wie sie selbst sagt – der leidenschaftlichen „Netzwerklerin“ Frau Dr. Brigitte Reiser, Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin und Beraterin für Nonprofit – Organisationen. In ihrem Vortrag verdeutlichte sie anhand der Ausgangsfragen „Was bringt das Internet für gemeinnützige Institutionen und Organisationen?“ und „Welchen Nutzen verschaffen Netzwerke Bürgern?“

Dabei wurde rasch klar, dass beim „Netzwerken“ das übliche und bis heute vorherrschende Konkurrenzdenken – auch im Milieu sozialer Dienste  – gegen den Gedanken des vielfältigen Austausches substituiert werden müsse:

Gerade unterschiedliche Haltungen stärken Lösungsansätze, so Frau Dr. Reiser.

Ziel des Netzwerkens sei die Umsetzung von Zielen, die alleine nicht umgesetzt werden können. Dabei ginge es nicht zwingend darum mehr Kontakte, sondern vielfältigere Kontakte zu schaffen. Eine von mehreren Voraussetzungen für das erfolgreiche Vernetzen ist also die damit eingehergehende Akzeptanz der Unterschiede.

Frau Dr. Reiser gelang es  während ihres Vortrages den Zuhörern immer wieder Mut, für die Bereitschaft zum Austausch, zum Teilen und zum Investieren, zu machen. Doch betont sie gleichzeitig auch, die knappe Ressource Zeit „in der Welt sozialer Dienste“ und begibt sich damit auf die politische Ebene. Denn die Mitbestimmung – Partizipation – Netzwerken und insbesondere die intensive Pflege des Netzwerkens benötigt viel Zeit.

Oder kurz gesagt: Das Vernetzen, die Netzwerksteuerung und die Pflege des Netzwerkes bedarf einer finanziellen Förderung von engagierten Bürgern. Doch trotz dieser Tatsache und der gestellten Forderung von Frau Dr. Reiser sprang der Funke von Frau Dr. Reisers Leidenschaft auf das Plenum über und die zweite Runde der Veranstaltung konnte nach einer ausgiebigen Mittagsverköstigung einer Jugendhilfeeinrichtung eingeläutet werden:

Das Plenum wurde nun in acht Stadtteilgruppen aufgeteilt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde den Teilnehmern anhand einer Visualisierung sichtbar gemacht, welche Institutionen, Organisationen, Stiftungen oder gemeinnützigen Vereinen im jeweiligen Stadtteil, wie miteinander verknüpft sind. Die „Highlights“ der acht Stadtteilnetzwerkgruppen wurden dem Gesamtplenum abschließend von den jeweiligen Moderatoren präsentiert. Und in der Tat konnten bereits am diesen Nachmittag kleine bis größere [Teil-] Erfolge der Stadtteilnetzwerkgruppen an diesem Tage erreicht werden.

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