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Theaterperipherie

theaterperipherie: Wie der Name theaterperipherie es nahe legt, steht im Zentrum unserer Theaterarbeit die Peripherie. Ziel ist es in der künstlerischen Auseinandersetzung die gesellschaftlichen ‚Ränder’ in den Mittelpunkt der (öffentlichen) Aufmerksamkeit zu rücken. Dabei verfolgen wir dieses Ziel zum einen auf der Ebene der Inhalte der Theaterarbeit, was die Stoffauswahl und die Interpretationsansätze betrifft, und zum anderen auf der Ebene der Zusammensetzung unserer Ensembles.

theaterperipherie:
Wie der Name theaterperipherie es nahe legt, steht im Zentrum unserer Theaterarbeit die Peripherie. Ziel ist es in der künstlerischen Auseinandersetzung die gesellschaftlichen ‚Ränder’ in den Mittelpunkt der (öffentlichen) Aufmerksamkeit zu rücken. Dabei verfolgen wir dieses Ziel zum einen auf der Ebene der Inhalte der Theaterarbeit, was die Stoffauswahl und die Interpretationsansätze betrifft, und zum anderen auf der Ebene der Zusammensetzung unserer Ensembles.
Ein weiterer Punkt, der vor allem in den letzten beiden Spielzeiten immer mehr unser Arbeiten und Denken beeinflusst hat, ist neben thematischen Fragen der peripherie die Suche nach der ‚passenden’ formal-ästhetischen Umsetzung dieser politischen und sozialen Inhalte. Es reicht ja schließlich nicht, sich inhaltlich diesen Themen anzunehmen, aber auf der ästhetischen Ebene akzeptierte, standardisierte Erzählweisen zu reproduzieren. Unsere Themen brauchen auch formal eine eigene Sprache und eigene Formate. So steht die Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang zwischen Theater und Politik/Gesellschaft, sowohl auf inhaltlicher als auch auf ästhetischer Ebene, im Zentrum unseres Suchens und Denkens – und das selbstverständlich immer in Verbindung mit den jeweiligen( jungen) Ensembles im Probenprozess.

Ensemble:
57 DarstellerInnen haben seit unserem Beginn am 26.1.2008 unser Theater geprägt. Sie haben ihre Wurzeln in Äthiopien, Afghanistan, Angola, Argentinien, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, Eritrea, Griechenland, Irak, Iran, Italien, Kenia, Kirgisien, Libanon, Litauen, Marokko, Moldawien, Spanien, Pakistan, Polen, Türkei, Serbien, Ukraine, USA.

Zuschauer:
Auch auf einer ganz anderen Ebene ist der Name theaterperipherie Programm: die ZuschauerInnen unterscheiden sich stark von denen eines Stadttheaters. So hat fast die Hälfte unserer ZuschauerInnen einen sogenannten Migrationshintergrund und über die Hälfte sind Jugendliche bzw. junge Erwachsene. Wir kooperieren u.a. mit dem Verein Kultur für Alle e.V., der sich dafür einsetzt, dass Menschen ohne hohes Einkommen der Zugang zu Kultur nicht aus finanziellen Gründen verwehrt bleibt.

Gastspiele:
Wir hatten seit unserer Gründung jede Spielzeit sehr viele Gastspiele, beispielsweise am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Theater Duisburg, am Theater Leverkusen, etc. Immer wieder spielen wir unsere Inszenierungen jedoch auch in Kontexten, die zunächst nicht ‚kunsteigen’ sind: Beispielsweise zeigten wir das Theaterprojekt Die im Dunkeln auf einer Demonstration gegen Abschiebungen am Frankfurter Flughafen und im Rahmen der Innenministerkonferenz im Dezember 2011: diese Produktion wurde inzwischen über 30x (davon über die Hälfte als Gastspiel) gezeigt. Mit unserer ersten Inszenierung Ehrensache unternahmen wir in 2012 eine große Gastspieltour durch NRW und zeigten sie im Oktober 2012 nach ca 60 Vorstellungen das letzte Mal: das Stück stand auf Grund der großen Nachfrage 5 Jahre lang auf unserem Spielplan.

Auszeichnungen:
2009
„Nachwuchspreis für die beste darstellerische Leistung“ bei den Hessischen Theatertagen für die Produktion Ehrensache
2010
„Günther Rühle Preis“ für die Produktion Ehrensache bei der Woche junger Schauspieler in Bensheim
Hessischer Integrationspreis
Integrationspreis der Stadt Frankfurt
2011
Ausgewählter Ort 2011 der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“ in Kooperation mit der Deutschen Bank
2012
theaterperipherie erhielt am 13. März 2012 für die Inszenierung "Ehrensache" im Rahmen der Verleihung des Karfunkelpreises 2012 einen Sonderpreis von der Stadt Frankfurt.
2013
Das Stück „Die Stunde der Wahrheit“ wurde zu der Woche junger Schauspieler 2013 nach Bensheim eingeladen.

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