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Fechenheimer Waldsee

Das alte Mainbett, das einst viel breiter war, ermöglichte 1870 den Kiesabbau. Nach der Fördereinstellung 1938 legte das Forstamt einige Tümpel als Rastplatz für durchziehende Wasservögel an. Erst 1960 wurden die einzelnen Teiche zu einer einzigen, 2,6 Hektar großen und bis zu 5 Meter tiefen  „Wasservogelfreistätte“ ausgebaut, die nun eine reiche Tierwelt beherbergt. In den seichten Uferbereichen sind Schilfgras, Rohrkolben und Schwertlilien zu finden, die eine Gesellschaftung von Amphibien und Reptilien ermöglichen. Als ausgewiesener Anglersee bietet er nun auch Karpfen, Hechten, Forellen und Schleien die Möglichkeit, in die Kochtöpfe für ein feines Fischgericht zu gelangen. Rund um den See führt für Naturinteressierte ein Lehrpfad, der Wissenswertes über die verschiedenen Baumarten beschreibt.

Der Weiher war als Futterstelle für durchziehende Strandläuferarten gedacht. Er liegt im Bereich der Mainterasse und wird durch angeschnittenes Grundwasser mit Wasser versorgt. Eine im Südwesten gelegene Insel wird von den zahlreichen Amphibien, Reptilien und Vögeln genutzt. Der Fechenheimer Weiher befindet sich in einem Gebiet, in dem durch Grundwasserschwankungen im Auenbereich des Mains und durch Dünenbildung im Laufe der Zeit unterschiedlichste Bodentypen entstanden. So konnten auf engstem Raum verschiedenste Pflanzengesellschaften entstehen, die nur wenige Schritte zu Fuß vom Weiher entfernt zu bewundern sind. Nach all dem Trubel und dem Lärm bei den verschiedensten Sportaktivitäten im Heinrich-Kraft-Park kann man hier am kaum besuchten Fechenheimer Waldsee Ruhe und Entspannung finden.

(Auszug aus dem Fechenheimer Stadtteilführer
von Horst Wolters erschienen im Howolt Verlag)

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