Antiziganismus heute und das Buchprojekt Mare Manuscha

Vielstimmiger Abend mit Diskussion mit Bühnenprogramm
Fotgrafien von Kunstschaffenden mit Sinti- oder Roma-Hintergrund erzählen deren Geschichten (© Motiv aus dem Buchprojekt "Mare Manuscha" mit Fotografien von Alexander Paul Englert)

Feindseligkeit, stereotype Wahrnehmung und Vorurteile erwachen, wenn von "Zigeunern" die Rede ist. Diese Ressentiments existieren seit Jahrhunderten und werden als Antiziganismus bezeichnet. Die Veranstaltung "Antiziganismus heute und das Buchprojekt Mare Manuscha" am Donnerstag, 14. November, beleuchtet das Thema. Der Eintritt ist frei.

Die Gäste an diesem Abend gehören teils selbst der Minderheit der Roma und der Sinti an. Vor Ort sind Joachim Brenner, Leiter des Förderverein Roma Frankfurt, der EU-Abgeordnete Romeo Franz, die Bürgerrechtlerin und Autorin Ilona Lagrene sowie der Rapper und Sänger Romeo Gitano. Beginn ist um 19 Uhr im stadtRAUMfrankfurt in der Mainzer Landstraße 293.

Zu Gast ist auch der Fotograf Alexander Paul Englert, der für das Buchprojekt "Mare Manuscha – Innenansichten aus Leben und Kultur der Sinti und Roma" Kunstschaffende und Bürgerrechtler aus mehreren europäischen Ländern porträtiert hat. Seine Bilder sind derzeit in der gleichnamigen Ausstellung im stadtRAUMfrankfurt zu sehen.

Musikalische Darbietung

Moderiert wird die Gesprächsrunde von der Journalistin Cornelia Wilß, die das Buch gemeinsam mit Romeo Franz herausgegeben hat, und Armin von Ungern-Sternberg, Leiter des Amts für multikulturelle Angelegenheiten. Ein Duo des Philharmonischen Vereins der Sinti und Roma Frankfurt unter künstlerischer Leitung des Dirigenten Riccardo M Sahiti, der ebenfalls an der Diskussion teilnimmt, begleitet den Abend musikalisch.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Frankfurter Interkulturellen Wochen statt und ist außerdem Teil des stadtRAUMfrankfurt-Programms. Hier gelangen Sie zur Übersicht über alle Programmpunkte – oder laden Sie sich unser Programmheft herunter.

Austellungs-Premiere im stadtRAUMfrankfurt

Wer die Ausstellung "Mare Manuscha" ansehen möchte, kann dies auch bei einer Führung am 3. Dezember ab 18 Uhr. Die Ausstellung ist die erste im neu geschaffenen stadtRAUMfrankfurt. Das interkulturelle Kompetenzzentrum bietet Räume für Begegnungen, Workshops, Diskussionsrunden, Infomärkte und noch mehr. Als Ort des Miteinanders führt es die Frankfurter Tradition von Bürgerhäusern und Bildungsvereinen fort in den Alltag unserer multikulturellen Stadtgesellschaft. Mehr Infos zum stadtRAUMfrankfurt hier.