Handlungslinien für Projektgruppen und Berichterstattung

Dieses Konzept formuliert dauerhafte Absichten und Herausforderungen, die uns langfristig beschäftigen werden. Veränderungen in der Welt und in unserer Stadt, aber auch eigene Erfolge werden uns immer wieder vor neue Einzelaufgaben stellen, auf die in und zwischen den einzelnen Fachressorts sowie in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern angemessene Antworten zu finden sind.

Integration ist ein kontinuierlicher, gesamtgesellschaftlicher Prozess. Die Grundsätze und Handlungslinien dieses Konzepts sollen als dauerhafte und übergeordnete Arbeitsansätze zu einer einheitlichen Zielbeschreibung und zur Systematisierung von Abläufen beitragen, die in der Fachverwaltung und ihren vielfachen Kooperationen dezentral erfolgen. Auf dieser Basis sollen abgestimmte Ziele in Handlungsplänen operationalisiert werden, die turnusgemäß zur Grundlage einer systematisierten Berichterstattung werden. Die gemeinsame Steuerung erfolgt in einer Arbeitsstruktur, die dieses Konzept ebenfalls formuliert. Die Dezernate stellen dafür übergreifende Arbeitsgruppen zusammen und steuern die kommunale Organisationsentwicklung. In der ihm übertragenen koordinierenden Querschnittsfunktion hat das Dezernat für Integration die Rolle eines Impulsgebers und Katalysators mit dem Ziel, zu einer abgestimmten, systematischen, verbindlichen Umsetzung beizutragen.

Frankfurt wird als ein Vorreiter in der Integrationspolitik wahrgenommen. Viele Maßnahmen haben andere Städte von uns übernommen. Wir wollen auch weiterhin selbstbewusst neue Wege gehen, vorbildhaft wirken und Handlungsspielräume ausloten. Veränderte Rahmenbedingungen und der Wandel in unserer Gesellschaft machen es erforderlich, die Wirksamkeit auch bislang erfolgreicher Ansätze regelmäßig zu untersuchen, sie mit neuen Erkenntnissen weiterzuentwickeln oder zu ersetzen. Dieses Konzeptsoll auf der Grundlage erfolgreicher Erfahrungen vieler Fachverwaltungen und privater Initiativen stadtweit eine einheitliche Zielbeschreibung, gemeinsame Standards und eine systematische, verbindliche Umsetzung sicherstellen.

Erfolgreiche Integration lässt sich nicht zentral oder durch einzelne Vorhaben steuern, sondern muss jeden Tag an vielen Stellen gelingen. Die Zielsetzungen dieses Konzepts sollen daher durch übergeordnete Grundsätze eine dauerhafte Grundlage schaffen für die Vereinheitlichung und Abstimmung der Verwaltungspraxis und städtischer Kooperationen mit anderen Partnern und der Öffentlichkeit.

Integration als Querschnittsaufgabe

Ziel einer strategisch ausgerichteten Politik der Vielfalt sind nicht punktuelle Maßnahmen, sondern ein professionelles Diversitätsmanagement in allen städtischen Dienststellen und Kooperationen. Grundsatz unserer Politik muss ein sein, alle dabei zu unterstützen, einen angemessenen Platz in der Gesellschaft oder im Berufsleben zu finden. Dabei sind individuelle Bedürfnisse, Fähigkeiten und Schwierigkeiten gegen strukturelle Hürden abzuwägen.

Integrationsleistungen einer pluralen Gesellschaft

Vielfalt braucht eine klare Grundlage und faire Bedingungen. Einzelne und Gruppen haben auf dem Boden unserer Rechtsordnung nicht nur den Anspruch, keine Benachteiligung zu erleiden, sondern sollen gleichermaßen und wechselseitig eine angemessene Anerkennung als Mitglieder unserer Stadt erfahren. In einer pluralen Gesellschaft und in einem modernen Arbeitsleben sollen Unterschiede in Chancen und Lebensbedingungen nicht in erster Linie durch soziales Umfeld, kulturelle Zugehörigkeitsgefühle oder einen anderen Lebensstil bestimmt werden. 

Integration durch Beteiligung und Vernetzung

Wir wollen Gemeinsinn und Integration in Frankfurt fördern, indem unterschiedliche Menschen unsere Stadt als einen gemein- samen Ort erleben können, für den wir alle gleichermaßen verantwortlich sind. Wir teilen Probleme und müssen auch Chancen teilen. Ziel der besseren Vernetzung von Maßnahmen ist es nicht zuletzt, diese gegenseitig abzuwägen, zu verbessern und eine flexible Arbeitsteilung zu erleichtern. In vielen Bereichen ist die Stadtpolitik auf die Unterstützung anderer Organisationen angewiesen: auf Vereine und Verbände, auf Arbeitgeber und Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften und internationale 'Communities', aber auch auf die Zusammenarbeit mit benachbarten Kommunen und Kreisen oder mit der Landespolitik und Landesbehörden.