Veranstaltungen Termin:
Am 17.04.2015 um 12:30 Uhr

Erwerbstätigkeit, Familie und Migration

Herausforderungen für binationale und eingewanderte Familien

Das Zusammenwirken von Erwerbstätigkeit und Familienleben stellt vor allem binationale und eingewanderte Familien oft vor Herausforderungen. Zu jenen Aspekten werden im Rahmen der Fachtagung am 17. April Fragen gestellt. Dabei soll auch nach Handlungsstrategien für die Migrations-, Integrations- und Familienpolitik gesucht werden.

Die Veranstaltung widmet sich der Verbesserung von Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Einerseits muss in binationalen und eingewanderten Familien die Einklang mit den eigenen Bildern von Mütterlichkeit/Väterlichkeit und den Anforderungen der Berufswelt gebracht werden. Andererseitsarwhwn die Gestaltung des Familienlebens und die berufliche Tätigkeit im Kontext ausländerrechtlicher Vorgaben und der Anerkennungspraxis ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse. Letztere ziehen vielfach Neuorientierung und Weiterbildung nach sich. Nicht ausreichende deutsche Sprachkenntnisse und Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt verhindern vielfach eine umfassende Einbindung in das Arbeitsmarktsystem.

Frau Dr. Margarete Menz von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd hat zu binationalen Paaren/Familien geforscht und in Modellprojekten das Zusammenwirken von Migration, Gender und berufliche Partizipation untersucht. Sie wird vor allem thematisieren, wie durch Migration bisherige Passungen der Vereinbarkeit in Frage gestellt werden und neue Passungsverhältnisse gedacht und ausgehandelt werden müssen. Diese haben auch Einfluss auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Frau Dr. Anja Stichs vom BAMF nimmt die Zuwander/innen aus Drittstaaten in der Heiratsmigrationsstudie in den Blick und stellt die Forschungsergebnisse hinsichtlich des Zugangs zum Arbeitsmarkt, der beruflichen Entwicklung sowie der Auswirkungen auf das Familienleben vor.

Zwischenrufe aus der Praxis verdeutlichen die konkreten Anforderungen an die eingewanderten und binational/bikulturell lebenden Familien. Sie berichten von ihrem Alltag, von den Unwägbarkeiten aber auch von Möglichkeiten, die Umorientierungen bieten. Abschließend soll der Raum geöffnet werden für einen Austausch mit den Referent/innen.

Die Tagung klingt am Abend mit dem Film aus: „Grenzenlos“, ein Dokumentarfilm von Josephine Landertinger Forero. „Grenzenlos“ erzählt die Geschichte von drei Familien, die in Berlin leben. Was sie gemeinsam haben, außer ihrer Heimatstadt, ist, dass sie alle binational sind: Deutsch-Türkisch, Deutsch-Ghanaisch und Deutsch-Koreanisch. Der Film begleitet den Alltag dieser Familien.

 

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