So bunt und vielfältig waren die Frankfurter Interkulturellen Wochen 2018

Bilder und Impressionen der Veranstaltungsreihe
© Alejandra Plaza
Flamenco-Konzert mit der Gruppe "DUENDE NOW!" im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2018

© Alejandra Plaza

Mit über 120 Veranstaltungen in 30 Stadtteilen haben die Frankfurter Interkulturellen Wochen auch 2018 wieder zahlreiche Gelegenheiten zu neuen Begegnungen in unserer von Vielfalt geprägten Stadt geboten. 13 Tage, vom 27. Oktober bis 8. November, haben sich Frankfurter Vereine, Verbände und Gemeinden mit ihren Veranstaltungen den Bürger_innen präsentiert. 13 Tage, an denen gemeinsam gefeiert, getanzt, gelacht, sich vernetzt und über das multikulturelle Zusammenleben in Frankfurt ausgetauscht wurde.

Das Programmangebot war so facettenreich wie unsere Stadtgesellschaft selbst – von Konzerten mit internationalen Künstler_innen über interkulturelle Tanz- und Koch-Veranstaltungen bis zu mehrsprachigen Lesungen sowie Workshops und Diskussionen, die zum Mitmachen und Nachdenken anregten.

Um einen Eindruck zu vermitteln und schon heute zum Besuch der Interkulturellen Wochen im kommenden Jahr anzuregen, haben wir vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten als Mitglied des Initiativkreises einige Bilder der Veranstaltungen sowie Stimmen der Ausrichtenden zusammengestellt. 

Andalusische Grüße mit Musik und Tanz
Einen musikalischen Brückenschlag zwischen Frankfurt und Andalusien erlebten die zahlreich erschienenen Gäste bei dem Auftritt der Flamenco-Formation "!DUENDE NOW!". Veranstaltet wurde das Konzert von der Frankfurter Dependance des Instituto Cervantes zur Förderung der spanischen Sprache und Kultur. (Foto: Alejandra Plaza, Instituto Cervantes)

 

Stummfilm mit Live-Orchester: "Ein sehr berührender Abend" 
Zu der Filmvorführung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt strömten Gäste verschiedenster Glaubensrichtingen. Gezeigt wurde der Stummfilmklassiker "Das alte Gesetz". Das Besondere an der Aufführung: Der Film aus dem Jahr 1923 wurde live vom Jewish Chamber Orchestra Munich musikalisch begleitet. "Auf der Bühne war spürbar, wie lebendig ein fast 100-jähriger Stummfilm auch heute noch sein kann", schwärmte Dirigent Daniel Grossman im Anschluss - und fügte hinzu: "Es war toll zu erleben, wie unsere Gäste gemeinsam mitgelacht und -gelitten haben. Ein sehr berührender Abend." (Foto: Alex Kraus, Jüdische Gemeinde Frankfurt)


Rendezvous der Gesangstalente bei vielsprachiger ARO-Karaoke-Night in der Orangerie
Kulturell vielfältig, gesanglich und mehrsprachig versiert: Bei der Karaoke-Night des rumänischen Kulturvereins ARO in der Orangerie im Günthersburgpark begeisterten Gesangstalente in gleich mehreren Sprachen das Publikum. "Es war eine Show der Extraklasse, mit viel Talent und Gemeinsamkeit in der Vielfalt. Die elf Sängerinnen und Sänger haben zuerst in ihrer Muttersprache, dann auf Deutsch und zuletzt in den Sprachen ihrer Wahl gesungen", teilte der Verein mit. (Foto: ARO/weitere Fotos finden Sie hier)


Orientalische Tänze für "Jederfrau"
Bei der Veranstaltung der Frankfurter Bauchtanzschule OT pur zeigten Frauen unterschiedlichster Herkunft und Altersgruppen zusammen mit Profi-Tänzerinnen, was sie in ihren Kursen gelernt haben. Worauf die Schule grundsätzlich Wert legt: "Alle Frauen können tanzen lernen – und zwar völlig unabhängig von ihrer Figur, ihrem Alter, Aussehen oder ihrer tänzerischen Erfahrung." (Foto: Yukiko Nishida, OT pur)


Film und Gespräch mit Doku-Regisseur Ethan Bensinger
Die Evangelische Akademie Frankfurt blickte anhand des Films "Refuge – Stories of the selfhelp home" auf 75 Lebensjahre der letzten Generation jüdischer Holocaust-Überlebender und Emigrierter aus Deutschland und Mitteleuropa zurück. Im anschließenden Gespräch mit Regisseur Ethan Bensinger (Foto) wurde auf dessen Film, die Geschichte seiner aus Frankfurt stammenden jüdischen Familie sowie auf Flucht und Exilerfahrung eingegangen. (Foto: Evangelische Akademie Frankfurt)

 

Verband binationaler Familien und Partnerschaften stärkt für den Alltag
An seinem Tag der offenen Türen hat der Verband, der sich mit allen Themen rund um globale Familien befasst, dem Publikum seine Arbeit vorgestellt. Die Besucher_innen waren aufgerufen, ihre persönlichen Erfahrungen auszutauschen, um sich gegen Diskrimienirungen im Alltag zu stärken. Hier erklärt Vorstandsmitglied Szilvia Keilani den Anwesenden gerade, wie mehrsprachige Erziehung erfolgreich funktionieren kann. Das Wichtigste dabei: Spaß an der Sprache! (Foto: Verband binationaler Familien und Partnerschaften)