Veranstaltungen Termin:
Am 16.08.2019 um 10:00 Uhr

Institut für Traumabearbeitung & Weiterbildung

Seminare im August und September

Das Institut für Traumabearbeitung und Weiterbildung bietet im August und September 2019 folgende Seminare an. 

16. und 17.08.2019, jeweils von 10 -18 Uhr: "Trauma und Sucht "
In den Biographien vieler Menschen mit problematischem Suchtmittelkonsum finden sich zahlreiche Hinweise auf traumatische Vorerfahrungen. Alkohol und illegale Drogen werden dabei durch Betroffene im Rahmen ihrer spezifischen Traumadynamik als Selbstmedikation eingesetzt, um die psychischen Folgen der Traumatisierungen „in den Griff zu bekommen.“ Dieser Selbstheilungsversuch kann mittel- und langfristig zur Ausbildung einer manifesten Suchterkrankung führen. Mit Wegnahme des Suchtmittels treten oft die primären Folgen der damaligen Traumatisierung in Erscheinung. Betroffene werden teils heftig von den psychischen Folgen der früheren Traumatisierung überflutet. Betreuer und Behandler stoßen hier auf unvorhergesehene Schwierigkeiten. Wie ist damit in der Betreuung und Behandlung umzugehen?

30. und 31.08.2019, jeweils von 10 - 18 Uhr: "Trauma und psychische Entwicklungsstufen bei Kindern"
Traumatisierende Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen führen sowohl zur Blockade der Handlungsfähigkeit als auch zu einer Blockade der psychischen Entwicklung. Dies äußert sich als Entwicklungsverzögerung von unterschiedlichem Ausmaß und beeinflusst entsprechend alle weiteren Entwicklungsschritte. Das Seminar vermittelt zunächst die Theorie der psychischen Entwicklungsstufen und deren Bedeutung für die Bewältigung von traumatisierenden Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Im Folgenden soll an konkreten Beispielen der Teilnehmer eine Haltung für den jeweiligen Fall erarbeitet werden, die die Entwicklungsverzögerung bewältigen hilft. Erst danach kann die traumatische Erfahrung integriert werden.

14. und 15.09.2019, jeweils von 10 - 18 Uhr: "Hochstrittige Eltern – kann Mentalisieren helfen?"
Stress ist der Feind des Mentalisierens. Durch Stress sind Eltern oft nicht in der Lage das Kind und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Es kommt so oft zu langen und komplizierten Streitgesprächen über die weitere Vorgehensweise. Mentalisierungsfähigkeit ist die Fähigkeit, mentale Zustände von sich selbst und andere zu verstehen und daraufhin auch angemessen feinfühlig zu reagieren. Diese Fähigkeit ist eng mit Bindungsstrukturen verbunden - es ist eine zentrale Determinante der Organisation des Selbst und der Affektregulation und essentiell für alle sozialen Beziehungen.

23. und 24.09.2019, jeweils von 10 - 18 Uhr: "Darüber spricht man nicht – Sexueller Missbrauch an Jungen und seine schwerwiegenden Folgen"
Professionelle Fachkräfte, die im beruflichen Kontext mit sexuell missbrauchten Jungen arbeiten, sind auf besondere Weise gefordert, angemessen auf die gravierenden Traumatisierungen dieser Kinder und Jugendlichen zu reagieren. Das durch die tiefe seelische Verletzung resultierende Misstrauen der betroffenen Jungen, ihre oft mangelhafte Impulskontrolle, die Tendenz, ihre Umgebung immer wieder zu testen und gleichzeitig das massive Tabu, über das Geschehene zu sprechen, stellt in der pädagogisch-therapeutischen Arbeit eine große Herausforderung für involvierte Fachkräfte dar. So wiederholt die Beziehung häufig wesentliche Elemente der ursprünglich traumatisierenden Missbrauchsdynamik. Das Verständnis dieser spezifischen Beziehungsmuster hilft Professionellen, sich aus dem verwirrenden Beziehungsgeflecht zu befreien und so eine hilfreiche Position aufrecht zu erhalten. Ausgehend von einem solchen Verständnis werden psychotraumatologische Prozesse erläutert, die die Basis für das Verständnis von Traumatisierungen und deren Folgen darstellen. Darüber hinaus werden mögliche pädagogische Interventionen betrachtet, neue Handlungsstrategien entwickelt sowie stabilisierende Übungen vermittelt.

Nähere Infos zur Anmekdung finden Sie unter http://www.institut-fuer-traumabearbeitung.de/fortbildung/unsere-fortbildungen.html

Für Rückfragen steht das Institut unter Telefon (069) 46 99 00 53 oder per E-Mail an orga@institut-fuer-traumabearbeitung.de zur Verfügung.

 

 

 

Adresse

Institut für Traumabearbeitung und Weiterbildung

Waidmannstraße 25
60596 Frankfurt am Main

E-Mail: kontakt@institut-fuer-traumabearbeitung.de
Telefon: 069 - 46 99 00 53
Fax: 069 - 46 99 00 52
Web: http://www.institut-fuer-traumabearbeitung.de/

Artikelinformationen

Stadtteile: Alle
Zurück