Veranstaltungen Termin:
Am 06.05.2021 um 10:00 Uhr

Mitreden bei der digitalen Demokratiekonferenz am 6. Mai

Vortrag & Workshops zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit der "gesellschaftlichen Mitte"

Am 06. Mai findet die mittlerweile 11. Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Frankfurt statt. Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, eröffnet die Demokratiekonferenz. Das Thema ist Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der sogenannten gesellschaftlichen Mitte. Dazu diskutieren Akteur_innen der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft, der Politik und Verwaltung. Die Demokratiekonferenz möchte für das Thema weiter sensibilisieren, in zwei Workshops wird konkret an Handlungsstrategien im Umgang mit Rassismus gearbeitet.

Christchurch, Halle, Hanau: In der jüngeren Vergangenheit haben rassistische Terroranschläge für Erschütterungen gesorgt.  Diese Gewalttaten machen deutlich, wozu rassistische Ressentiments führen können – Ressentiments, die jedoch keineswegs nur in extremen Köpfen und Kreisen vorkommen.

Diskriminierung im Alltag begegnen

Die digitale Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Frankfurt geht daher folgenden Fragen nach: Wie weit verbreitet sind Ressentiments und menschenfeindliches Denken in der sog. Mitte der Gesellschaft? Wie hängen unterschiedliche Formen der Diskriminierung zusammen? Wie hat sich die Corona-Krise auf menschenverachtendes Denken ausgewirkt? Und wie kann diskriminierenden Weltanschauungen und Äußerungen im Alltag, in Vereinen, Organisationen und Unternehmen begegnet werden?

"Ich freue mich, dass wir uns dem Thema 'rassistische und rechtspopulistische Einstellungen der sogenannten gesellschaftlichen Mitte' widmen und damit zu einer sehr grundsätzlichen Betrachtung kommen. Rassismus und antidemokratische Einstellungen sind weit verbreitet und auch in der gesellschaftlichen Mitte", sagt Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber, in deren Zuständigkeit auch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten liegt.

Ausbau von Präventions-Programmen

Gemeinsam mit der Bildungsstätte Anne Frank trägt das Amt für multikulturelle Angelegenheiten das Kooperationsprojekt Partnerschaft für Demokratie Frankfurt. "Genau deswegen haben wir als Stadt Frankfurt den 'Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus – Frankfurt gegen Rassismus!' verabschiedet. Damit investieren wir in den nächsten Jahren gezielt in den Schutz von Betroffenen und stärken den Ausbau von Präventions-, Interventions- und Beratungsprogrammen", so Sylvia Weber weiter.

Dr. Johannes Kiess, Co-Autor der Leipziger Autoritarismus-Studien (sog. "Mitte-Studien") eröffnet die digitale Konferenz mit einem Vortrag, bei dem er die aktuellen Forschungsergebnisse der sog. Mitte-Studie zu autoritären und antidemokratischen Einstellungen vorstellt. Zwei anschließende Workshops benennen Problemfelder und stellen Handlungsoptionen im Umgang mit antidemokratischen und rassistischen Einstellungen vor.

"Die Mitte-Studien zeigen deutlich, dass trotz der rassistischen und antisemitischen Morde in Halle und Hanau, trotz der massiven Pogrome in Ost- und Westdeutschland, trotz des politisch motivierten Mordes an Walter Lübcke und andere Gewalttaten – eine klare Grenze zwischen rechtsextremer Gewalt und der Mehrheitsgesellschaft nicht existiert. Diese Erkenntnisse und ihre Relevanz für die Frankfurter Stadtgesellschaft möchten wir in der Demokratiekonferenz diskutieren", sagt Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank.

Programm im Überblick

  • 10:00 Uhr: Eröffnung durch die Frankfurter Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber & Oliver Fassing, Bildungsstätte Anne Frank
  • 10.15 Uhr: Impulsvortrag "Autoritäre Dynamiken – alte Ressentiments, neue Radikalität?" von Dr. Johannes Kiess, Universität Siegen
  • Anschließend: Fragen & Diskussion
  • 12.00 Uhr: Mittagspause
  • 13.00 Uhr: Workshop-Phase

    Workshop 1: "Rassismus #istAlltag" mit Azfar Khan, Leiter Koordinierungsstelle Anti-Rassismus der Stadt Frankfurt und Nasli Malek, response. – Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt

    Workshop 2: "Rituale der Mitte?" mit Christa Kaletsch und Manuel Glittenberg, Projekt "Zusammenleben neu gestalten" der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik

  • 16:00 Uhr: Gemeinsamer Abschluss

Anmeldung & weitere Infos

Die Veranstaltung findet digital via Zoom statt. Interessierte melden sich unter Angabe von einem der beiden Workshops (I oder II) per E-Mail an OFassing@bs-anne-frank.de zur Teilnahme an. Nach ihrer Anmeldung erhalten Teilnehmende einen Link.

Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es auf der Website der Partnerschaft für Demokratie sowie auf Facebook.

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