Ziel 12: Gruppenzwängen entgegenwirken

Die Stadt Frankfurt möchte nicht nur die öffentliche Repräsentation von Gruppen, sondern zugleich ihre Öffnung und Teilhabe an unserer Gesellschaft fördern. Erfolglosigkeit oder andere Enttäuschungen haben bei vielen Menschen, ob eingewandert oder nicht, zur Folge, dass sie sich in eine idealisierte eigene oder kulturelle Vergangenheit zurückziehen. Dem ist entgegenzuwirken: Gruppen haben zu akzeptieren, dass sie selbst und ihr Platz in der Gesellschaft veränderlich sind und dass nicht zuletzt jede Generation neue Ansprüche stellt. Religionsgemeinschaften haben zu respektieren, dass es keinen Bekenntniszwang gibt und dass unser gemeinsames öffentliches Leben weltanschaulich neutral ist. Insbesondere sollen 'Kulturen' oder Bekenntnisse nicht als Argument missbraucht werden, weder zur Diskriminierung noch zur Selbstrechtfertigung. Repressionen gegen Einzelne oder gar Gewalt in der Familie werden nach geltender Rechtslage verfolgt.