Dates Date:
On 11.06.2019 at 10:00 o´clock

Anne Frank-Tag in Frankfurt: Veranstaltungen im Überblick

Lesungen, Führungen, Poetry Slam, Diskussionen, Gedenkveranstaltung

Zum dritten Anne Frank-Tag der Stadt Frankfurt am Main finden am 11. und 12. Juni 2019 mehrere Veranstaltungen an verschiedenen Orten statt. Daran beteiligt sind unter anderem das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) und das Dezernat für Integration und Bildung, der Anne Frank Fonds Basel und die Evangelische Akademie Frankfurt. Das komplette Programm können Sie hier online einsehen oder als Flyer herunterladen. 

Auftaktveranstaltungen am Dienstag, 11.06.2019

  • Vielfalt und Gedächtnis – Ein szenischer Abend zur (interkulturellen) Öffnung von Erinnerungskultur

    Die deutsche Gesellschaft ist eine Migrationsgesellschaft. Hier leben Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Geschichten und Narrativen und gestalten Gegenwart und Zukunft. Ein weitgehend unbeschriebenes Blatt ist jedoch, was das für die Erinnerungskultur in Bezug auf den Nationalsozialismus bedeutet. Wie wirkt die Vergangenheit in die Gegenwart hinein? Wer wird (nicht) erinnert und wer wird (nicht) gehört? Wer beansprucht Deutungshoheit? Inwiefern liegt in der migrantischen Gesellschaft die Chance für eine lebendige Erinnerungskultur?  

    Bei der Veranstaltung kommen Autor_innen zu Wort, die neue und provokante Perspektiven in die Debatte bringen.

    18 Uhr im Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA), Mainzer Landstraße 293, 60326 Frankfurt am Main, Eintritt frei.
    (Eine Veranstaltung des AmkA)

  • Poetry Slam – "Lasst mich ich selbst sein" mit regional und überregional bekannten Künstler_innen

    Der Poetry Slam ist ein offenes Bühnenprogramm, bei dem verschiedene Künstler_innen ihre selbstverfassten Texte mit allen Methoden der Bühnenliteratur präsentieren. Ob humoristische Darstellung, gesangliche Inszenierung, ob lyrisch oder prosaisch: regional und überregional bekannte Künstler_innen dichten unter dem Motto „Lasst mich ich selbst sein“ zu Anne Frank, ihrem Leben und ihrem Tagebuch, aber auch zu aktuellen Formen von Antisemitismus, Rassismus und weiteren Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und lassen eigene (Diskriminierungs-)Erfahrungen miteinfließen. Der Abend wird musikalisch begleitet und im Anschluss besteht die Möglichkeit eines lockeren Get-togethers.

    20 Uhr: Premiere im Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7, 60314 Frankfurt, Eintritt frei.
    (Eine Veranstaltung des Dezernats XI Integration und Bildung der Stadt Frankfurt und dem Frankfurter Jugendring)

Anne Frank-Tag am Mittwoch, 12.06.2019

  • Anne Frank. Morgen mehr – Inspirierende Kurzbesuche für Jugendliche und Erwachsene im Lernlabor der Bildungsstätte

    Wer war Anne Frank? Was steht in ihrem berühmten Tagebuch? Und was bedeutet uns ihre Botschaft heute? Das interaktive Lernlabor "Anne Frank. Morgen mehr" der Bildungsstätte Anne Frank stellt das Leben der berühmten Frankfurter Autorin vor, schildert ihre Flucht und das Leben im Versteck. Das Lernlabor macht die Fragen Anne Franks für die Gegenwart lebendig. Am Anne Frank-Tag laden wir zu einer ganz besonderen Begleitung unter dem Motto #LasstMich.

    9 bis 10.30 und 11 bis 12.30 sowie 13 bis 14.30 Uhr in der Bildungsstätte Anne Frank, Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main, Eintritt frei.
    14.30 bis 15.30 Uhr: Afternoon-Führung mit Kuratorin Deborah Krieg
    Anmeldung unter:  jugendbildung@bs-anne-frank.de

    #LasstMich
    Was ist mir wichtig? Was schränkt mich ein? Wer möchte ich sein? Der Satz "Lasst mich ich selbst sein" aus dem Tagebuch von Anne Frank ist Inspiration für #LasstMich, eine interaktive Kampagne für Jugendliche und ihre Erfahrungen, die die Bildungsstätte Anne Frank entwickelt hat.  
    Mehr unter: www.bs-anne-frank.de/annefranktagffm

  • Führung durch die Westend- Synagoge

    Über 100 Jahre ist sie alt, die Westend-Synagoge mit ihrer prachtvollen Kuppel. In der Führung werden die Geschichte des Gebäudes, das jüdische Leben in Frankfurt ebenso wie Riten und Rituale anhand von Objekten veranschaulicht.

    Beginn jeweils um 10 Uhr und 13 Uhr sowie um 17 Uhr in der Westend- Synagoge, Freiherr-vom-Stein-Straße 30, 60323 Frankfurt, Eintritt frei.
    Anmeldung unter: www.jg-ffm.de/karten (Die Plätze sind auf jeweils 30 Personen beschränkt)

  • Briefe, Spiele und Geheimnisse – Pop-Up-Ausstellung des Familie Frank Zentrums 

    Die Eröffnung des Jüdischen Museums ist in greifbare Nähe gerückt. In der neuen Dauerausstellung spielen Anne Frank und ihre Familie eine bedeutende Rolle. Anlässlich des 90. Geburtstags von Anne Frank stellen wir Ihnen in einer Pop-Up-Ausstellung ausgewählte Objekte und Dokumente aus dem Familienbesitz vor. Welche Erinnerungsstücke bewahrte die Familie auf? Was steht in den Briefen, die sich Anne Frank und ihre Familie schrieben? Werfen Sie einen Blick in die laufenden Ausstellungsvorbereitungen und das zukünftige Familie Frank Zentrum.

    10 bis 20 Uhr im Museum Judengasse, Battonnstr. 47, 60311 Frankfurt, Eintritt frei
    10 Uhr: Grußwort von Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, und kursorische Worte zur Ausstellung von Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums
    12.30 Uhr: Mittagspausenführung durch die Pop-Up-Ausstellung
    18.30 Uhr: Auf den Spuren der Vorfahren von Anne Frank – Kurzführung im Museum Judengasse

  • Preisverleihung: Frankfurter Schulpreis 2019 "Wir sind eins" Preisverleihung

    Unter dem Motto "Wir sind eins" haben sich zahlreiche Frankfurter Schulen an der Ausschreibung zum Frankfurter Schulpreis beteiligt, der dieses Jahr zum zweiten Mal ausgelobt wird. Gesucht wurden Projekte, in denen sich Schülerinnen und Schüler auf innovative Weise für ein gleichwertiges Zusammenleben engagieren und so Ausgrenzungen aufgrund von Religion, Geschlecht, Sexualität, Behinderung, Einkommen oder Herkunft entgegenwirken. Sechs Projekte wurden von der Fachjury in die engere Auswahl gewählt. Die drei Besten werden am Anne Frank-Tag von der Stadt Frankfurt in der Paulskirche geehrt.

    Mit Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber und Schirmherr Moses Pelham, Moderation: Hadija Haruna-Oelker

    10.30 Uhr in der Paulskirche, Paulsplatz 11, 60311 Frankfurt
    Anmeldung an: Oliver Fassing, ofassing@bs-anne-frank.de

  • Stadtführung: "Anne aus Frankfurt"

    Das Motto des diesjährigen Anne Frank-Tages "Lasst mich ich selbst sein!" ist Anlass für die Führung und Spurensuche nach Orten und prägenden Episoden aus Anne Franks früher Kindheit in Frankfurt. Persönliche Zitate, Briefe und Fotos ermöglichen einen Blick auf die lange Geschichte und die Verwurzelung der Familie in Frankfurt und somit Einblicke in Anne Franks frühe Lebensjahre im Kreis ihrer Familie und deren Lebenswelt in Frankfurt, bis hin zum nationalsozialistischen Terror, vor dem die Franks emigrieren mussten.

    14 Uhr im Marbachweg 307 (Dornbusch), 60320 Frankfurt, Kosten 9 € (ein U-Bahnticket muss erworben werden), 16 Uhr Ende Battonstrasse / Jüdischer Friedhof
    Anmeldung unter: adriane.dolce@viatour.de, Tel. 069 – 97 78 17 85, Mobil 0177 – 59 65 181

  • Zentrale  Gedenkveranstaltung anlässlich des 90. Geburtstags von Anne Frank

    Veranstalter ist die Stadt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Anne Frank Fonds in Basel.  
     
    16  bis 18 Uhr in der Paulskirche, Paulsplatz 11, 60311 Frankfurt
    Anmeldung:  bis zum 3. Juni 2019 an protokoll@stadt-frankfurt.de (begrenzte Anzahl an Plätzen)
    Rückfragen an:  Oliver Fassing, ofassing@bs-anne-frank.de

Abschlussveranstaltung, 12.06.2019

  • Die Zukunft der Erinnerung. Anne Frank und das Gedenken an den Holocaust

    Das Gespräch mit Zeitzeug_innen, die die Nazi-Herrschaft überlebten, ist für die Auseinandersetzung der deutschen Nachkriegsgenerationen mit dem Holocaust von unschätzbarer Bedeutung. Was heißt es, wenn in den kommenden Jahren die letzten Zeitzeug_innen versterben, die selbst von den Gräueln der Nazis erzählen können? Welche Bedeutung können Anne Frank und ihr Tagebuch für eine Erinnerungskultur der Zukunft haben? Was kann sie insbesondere jungen Menschen in unserer heterogenen Gesellschaft von heute mitgeben? Darüber sprechen drei Frauen aus drei Generationen: Hannah Pick-Goslar, geb.1928 in Berlin, lebt heute in Jerusalem. Von den Nazis verfolgt traf Hannah Pick-Goslar Anne Frank noch kurz vor ihrem Tod im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

    19.30 Uhr in der Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main, Eintritt frei

Downloads

Article Info

Stadtteile: All
Back