Für Jüdinnen und Juden weltweit beginnt am Abend des 11. Septembers das Neujahrsfest: Rosch ha-Schana wird mit vielen Traditionen begangen und ist von Hoffnung geprägt.
Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration, sagt: "Ich wünsche allen, die Rosch ha-Schana feiern, ein gutes, friedliches und süßes neues Jahr. Rosch ha-Schana steht für Neuanfang, Umkehr und Hoffnung. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, jüdisches Leben in unserer Stadt zu stärken und sichtbar zu machen. Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu Frankfurt. Ich wünsche uns allen ein Jahr, in dem jüdisches Leben sicher, sichtbar und gleichberechtigt seinen Platz in unserer Stadt hat. Schana Tova u-Metuka."
Anlässlich von Rosch ha-Schana wird der Römer mit dem Schriftzug "Schana Tova" beleuchtet. Als Wahrzeichen der Stadt setzt der Römer damit ein sichtbares Zeichen für die Verbundenheit jüdischen Lebens mit Frankfurt und seine selbstverständliche Zugehörigkeit zur Stadtgesellschaft.
Frankfurt blickt auf eine lange und vielfältige jüdische Geschichte und Gegenwart zurück. Heute leben Jüdinnen und Juden mit unterschiedlichen religiösen Ausrichtungen und Hintergründen in der Stadt. Anlässlich von Rosch ha-Schana kommen viele Gläubige zum Gebet und zur Feier des Neujahrsfestes in den Synagogen und Gemeinden zusammen. Die größte, die Westend-Synagoge, hat die Pogromnacht und die folgenden Jahre im Nationalsozialismus überdauert, wenn auch stark beschädigt. Von 1988 bis 1994 wurde sie originalgetreu renoviert.
Das jüdische Neujahrsfest läutet die zehn Tage der Reue und Umkehr ein, die an Jom Kippur – dem höchsten jüdischen Feier- und Fastentag – enden. Nach dem jüdischen Kalender beginnt an Rosch ha-Schana das Jahr 5787.