Frankfurt feiert queeres Leben: Vier Tage lang steht die Stadt im Zeichen des Christopher Street Day
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"Demokratie braucht keine Alternative!" – so lautet das Motto des diesjährigen Christopher Street Days (CSD) von Donnerstag, 16., bis Sonntag, 19. Juli. Veranstaltungsort des CSD ist wie im Vorjahr das nördliche Mainufer zwischen Eisernem Steg und Mainkai. Auch den Familienbereich vor dem Historischen Museum wird es wieder geben. Queere Sichtbarkeit schafft die Beleuchtung des Eisernen Stegs und des Europaturms in Regenbogenfarben – im vergangenen Jahr ein beliebtes Fotomotiv.
Wie gewohnt bietet der CSD vier Tage lang ein Bühnenprogramm mit Musik, Talk und Performance. Auf der "Infostraße" stellen sich queere Organisationen vor. Im Mittelpunkt steht die Demonstration am Samstag, die um 11.30 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Römerberg beginnt. Dabei wird Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff die "Pride Progress"-Fahne am Römer-Balkon hissen. Ab 12.30 Uhr zieht der Demo-Zug durch die Straßen der Innenstadt bis zum Schaumainkai. Mit erwarteten 25.000 Teilnehmenden ist der CSD Frankfurt der fünftgrößte in Deutschland.
Oberbürgermeister Mike Josef unterstützt den CSD und dessen diesjähriges Motto: "Das diesjährige Motto des Christopher Street Days ‚Demokratie braucht keine Alternative‘ ist ein starkes Bekenntnis zu unserem gemeinsamen europäischen Werten: 'In Vielfalt vereint!'. Sichtbarkeit und Teilhabe am öffentlichen Leben sind kein Privileg, sondern Ausdruck von Demokratie, von den Grundwerten unseres Landes. Egal, woher du kommst, egal, wen du liebst. Der Christopher Street Day ist mehr als eine fröhliche Party. Er ist Ausdruck einer offenen Stadtgesellschaft. Er ist Schutzraum und politisches Signal zugleich. Und er erinnert uns daran, dass Freiheit nur dann selbstverständlich bleibt, wenn man sie kontinuierlich aktiv verteidigt."
"Der CSD mit seinem vielfältigen Programm ist der wunderbare Höhepunkt des Frankfurter Pride Month, den wir in diesem Jahr zum vierten Mal feiern", sagt Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg. "Demokratie ist die Grundlage für ein freies und selbstbestimmtes Leben. Sie schützt die Rechte von Minderheiten und ermöglicht, dass wir gesellschaftliche Vielfalt sichtbar machen können. Als Mitglied des internationalen Netzwerks "Rainbow Cities" setzten wir uns aktiv für die Gleichstellung queeren Lebens ein. Mit dem Frankfurter Aktionsplan: Schutz, Akzeptanz und Vielfalt setzt die Stadt Frankfurt ein klares Zeichen für die Rechte und Sichtbarkeit von LSBTIQA*-Menschen."
Der CSD bildet den Höhepunkt des vierten Pride Month in Frankfurt. Nach dem Motto "Out loud. Out Proud! – Sichtbarkeit braucht Mut" gibt es mehr als 40 Veranstaltungen in elf Stadteilen, die einen Monat lang queeres Leben in der Stadt sichtbar machen. Organisiert wird der Pride Month von der Stabsstelle Antidiskriminierung. Dafür wurde auch wieder das Banner "Frankfurt ist queer" am Eingang zum Römerberg aufgehängt.
Traditionell beteiligen sich städtische Mitarbeitende an der CSD-Demonstration am Samstag. In diesem Jahr fällt der Termin auf den 18. Juli. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) organisiert die Laufgruppe, die erneut mit dem Slogan "Vielfalt ist bei uns alltäglich" dabei ist. Im vergangenen Jahr liefen über 100 Mitarbeitende aus über 30 Ämtern und Betrieben mit. Bergerhoff, der auch Dezernent für Finanzen, Beteiligung und Personal ist, sagt: "Als Arbeitgeberin leben wir Vielfalt jeden Tag. Daher freut es mich besonders, dass unsere Mitarbeitenden das auch in diesem Jahr wieder auf dem CSD sichtbar machen. Denn dieser Tag kann und will das alltägliche Engagement für Vielfalt und Demokratie natürlich nicht ersetzen, aber er kann und soll ein Tag sein, an dem es besonders konzentriert zu sehen ist.“"
Alle Infos und das komplette Programm auf der Website von CSD Frankfurt e.V.