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Freßgass‘ zum Fastenmonat mit muslimischen Symbolen und "Happy Ramadan"-Schriftzug beleuchtet

Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg und Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner mit Vertreter:innen muslimischer Gemeinden vor der Ramadan-Beleuchtung
Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg und Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner mit Vertreter:innen muslimischer Gemeinden vor der Ramadan-Beleuchtung (© Stadt Frankfurt am Main, Holger Menzel)
Der Ramadan-Schriftzug über der Freßgass' mit rund 400 Besucher:innen
400 Menschen kamen am Dienstag, den 17. Februar 2026, zur Freßgass' und erfreuten sich an der Beleuchtung. (© Stadt Frankfurt am Main, Holger Menzel)
Die Bürgermeisterin und die Stadtverordnetenvorsteherin begrüßten die 400 Gäste, die zum Start der Ramadan-Beleuchtung gekommen waren. (© Stadt Frankfurt am Main, Holger Menzel)

So etwas hat es in der sonst eher beschaulichen Freßgass‘ selten gegeben: 400 Menschen jubelten und applaudierten, als am Dienstagabend, 17. Februar, die Ramadan-Beleuchtung eingeschaltet wurde. Zum dritten Mal wird die Große Bockenheimer Straße während des Fastenmonats mit Halbmonden, Sternen und Fanoos-Laternen sowie dem Schriftzug "Happy Ramadan" beleuchtet.

Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg und Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner schalteten die Beleuchtung am Abend ein. Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner sagte: "Mit der Ramadan-Beleuchtung war unsere Stadt Vorreiterin und ist Vorbild für eine diverse, vielfältige Stadtgesellschaft, in der auch kulturelle Traditionen jenseits derer der Mehrheitsgesellschaft einen sichtbaren Platz in der Stadt eingeräumt bekommen. Die bunten Lichter sind ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Tradition eines gewachsenen Anteils unserer Bürger:innen. Dieses wertschätzende Miteinander brauchen wir, um den vielen Herausforderungen, denen wir als Gesellschaft gegenüberstehen, gewachsen zu sein."

Für Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess-Eskandari-Grünberg stehen die Lichter für eine Botschaft des friedlichen Miteinanders und der Solidarität. "Sie würdigen eine große Community und ihre wertvollen Beiträge für die Frankfurter Stadtgesellschaft. Die Beleuchtung zeigt erneut, dass muslimisches Leben ein ganz selbstverständlicher Teil unserer Stadt ist. Vielfalt ist unsere DNA. Die Stadt bekennt sich zu allen, die ihre Werte teilen. Und wir alle stellen uns gegen Hass und Hetze, die sich gegen einzelne Gruppen richten. In Zeiten antidemokratischer Tendenzen und verstärktem Populismus sind diese Lichter ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts."

Frankfurt zeige, dass friedliches Zusammenleben möglich sei, sagte Hadem Hasanovic vom Bosniakischen Kultur Center Frankfurt: "Wir bilden eine Einheit in der Vielfalt." Mustafa Lamjahdi von der At-Tassamuh Moschee hob die große Bedeutung der Ramadan-Beleuchtung für den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft hervor: "Sichtbarkeit schafft Zugehörigkeit."

Die Gäste hatten sich in zwei Gruppen an beiden Seiten der aufgehängten Beleuchtung positioniert, viele filmten mit ihren Handys, als Eskandari-Grünberg und Arslaner schließlich mit einem Druck auf den Buzzer die Beleuchtung einschalteten. Anschließend gab es Datteln für alle.

Hintergrund: Die Beleuchtung der Freßgass‘ zum Ramadan geht zurück auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von 2023. In Frankfurt leben etwa 130.000 Menschen muslimischen Glaubens.