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Frankfurter Pride Month 2026: Fördergeld für Vereine & Initiativen

Zwei Männer mit Bodypainting und Fahnen in Regenbogenfarben
Aktion im Regenbogenviertel beim Pride Month in Frankfurt (© Stadt Frankfurt am Main, Holger Menzel)

In Frankfurt wird es 2026 zum vierten Mal einen "Pride Month" geben, der im Christopher Street Day (CSD) seinen Höhepunkt findet. Unter dem Motto "Out loud. Out Proud! – Sichtbarkeit braucht Mut“ legt die Stadt ein Sonderförderprogramm in Höhe von insgesamt 50.000 Euro auf. 

Ziel ist es, Projekte und Initiativen zu unterstützen, die die Sicherheit, Sichtbarkeit und Empowerment von LSBTIQA*-Personen in Frankfurt stärken und dabei insbesondere auf community-basierte Ansätze setzen.

Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Sichtbarkeit für viele queere Menschen nach wie vor mit Risiken verbunden ist. Gleichzeitig ist sie eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung. Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen der Sonderförderung gezielt Maßnahmen gefördert werden, die Safer Spaces schaffen, ausbauen und nachhaltig verankern – sowohl im öffentlichen Raum als auch in sozialen, kulturellen und institutionellen Kontexten.

Ein besonderer Fokus liegt auf Projekten, die die Selbstorganisations- und Schutzkompetenzen innerhalb der Community stärken. Gefördert werden daher insbesondere Formate, die Empowerment, kollektive Fürsorge und solidarische Netzwerke fördern sowie den Austausch von Wissen und Erfahrungen ermöglichen. Gleichzeitig sollen innovative Ansätze unterstützt werden, die neue Formen von Sichtbarkeit schaffen und marginalisierte Perspektiven innerhalb der LSBTIQA*-Community gezielt einbeziehen.

Die Förderung richtet sich insbesondere an zivilgesellschaftliche Träger, Initiativen und Community-Gruppen, die niedrigschwellige, partizipative und diversitätssensible Angebote entwickeln und umsetzen. Projekte sollen dazu beitragen, bestehende Strukturen zu ergänzen, Lücken zu schließen und nachhaltige Impulse für eine diskriminierungsfreie und sichere Stadtgesellschaft zu setzen.

Mit der Sonderförderung verbindet die Stadt das Ziel, Pride nicht nur als Moment der Sichtbarkeit zu gestalten, sondern als Ausgangspunkt für langfristige Entwicklungen: für mehr Sichtbarkeit, mehr Teilhabe und eine stärkere, vielfältige Community.

Starke Kooperationen für eine nachhaltige queere Stadtgesellschaft

Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin, betont: "Demokratie bedeutet Schutz und Sichtbarkeit für alle. Queere Menschen sind immer noch Diskriminierung und Anfeindungen ausgesetzt. Zivilcourage zu zeigen und füreinander einzustehen ist entscheidend, um unsere gesamte Gesellschaft zu schützen. Mit dem Frankfurter Pride Month setzen wir ein klares Zeichen für eine Gesellschaft, die Vielfalt, Respekt und Gleichberechtigung lebt."

Gefördert werden insbesondere Kooperationen zwischen Stadtteilgruppen, Initiativen und Organisationen, um Strukturen in den Stadtteilen zu stärken und nachhaltige Netzwerke des Empowerments und der Unterstützung aufzubauen. 

Zudem werden Projekte unterstützt, die:

  • community-basierte Ansätze verwenden
  • sich mit mehrfachdiskriminierten Gruppen, trans* Personen oder Regenbogenfamilien befassen,
  • Queerfeindlichkeit aktiv bekämpfen
  • queere Menschen empowern
  • neue Kooperationen innerhalb eines Stadtteils, auch über die Community hinaus, aufbauen

Unterstützt werden zum Beispiel:

  • Lesungen
  • Workshops
  • Podiumsdiskussionen
  • Filmvorführungen
  • Konzerte
  • Stadtteilfeste
  • Empowerment-Trainings
  • Queere Barabende

Die Höhe der zur Verfügung stehenden Einzelprojektförderung beträgt bis zu 5.000 Euro.

Die Frist zum Einreichen von Anträgen ist 07.05.2026.

Förderantrag & Kontakt

Interessierte Initiativen, Vereine und Organisationen können den Förderantrag auf www.amka.de/foerderung downloaden.

Die ausgefüllten Anträge müssen dann per Mail mit dem Betreff "Pride Month" an amka.foerderung@stadt-frankfurt.de geschickt werden.

Es gelten die Allgemeinen Förderrichtlinien des AmkA.

Bei Fragen zum Thema Pride Month hilft die Stabsstelle Antidiskriminierung im Dezernat II der Bürgermeisterin per E-Mail an stabsstelle.antidiskriminierung@stadt-frankfurt.de. Sie arbeitet an strategischen Konzepten gegen Diskriminierung, stärkt betroffene Communities und setzt sich für eine diskriminierungsfreie Stadtgesellschaft ein.

Die LSBTIQ-Koordinierungsstelle im AmkA ist per E-Mail unter amka.lsbtiq@stadt-frankfurt.de erreichbar. Sie arbeitet an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, LSBTIQ*-Community und Stadtbevölkerung. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, dass queere Belange im Verwaltungshandeln mitgedacht werden. Auch wer Fragen zu geschlechtlichen Identitäten und sexueller Orientierung hat, kann sich an die Koordinierungsstelle im AmkA wenden.